Eckdaten Schul-Cloud Brandenburg

Die Schul-Cloud Brandenburg ist eine Onlineplattform, in die sich LehrerInnen und SchülerInnen mit einem Endgerät (PC, Laptop, Tablet, Smartphone etc.) über einen Internetbrowser einloggen. Sie ist kein einmalig fertiggestelltes Produkt, sondern wird gemeinsam mit den AnwenderInnen kontinuierlich (weiter-)entwickelt. In der Schul-Cloud können die SchülerInnen bereits jetzt kollaborativ in Teams arbeiten, Aufgaben digital bearbeiten, Dateien ablegen und gemeinsam bearbeiten und Stundenpläne einsehen.

Daneben bietet die Schul-Cloud für LehrerInnen die Möglichkeit, Unterricht vorzubereiten und durchzuführen. Hierfür steht ein so genannter “Lern-Store” (Arbeitstitel) mit Materialien für den Unterricht zur Verfügung. In Zukunft werden hier sowohl lizenzierte Angebote von Bildungsverlagen, als auch so genannte OER (Open Educational Resources) und von den Lehrkräften selbst erstellte Inhalte einfach zu finden sein.

Kurzübersicht der Aktuellen Schul-Cloud Funktionalitäten

Die Funktionen der Schul-Cloud sind als individuelle Module entwickelt, die wie “Puzzelteile” zueinander passen. In Zukunft werden noch zahlreiche weitere Module zur Schul-Cloud hinzukommen. Diese werden entweder vom Entwickler-Team selbst entwickelt, oder es werden existierende Open Source Anwendungen eingebunden. Auch die Schnittstellen für den Datenaustausch mit existierenden Schulverwaltungs-Programmen werden nach und nach verbessert.

Eigene Server zum Betrieb der Schul-Cloud braucht die Schule nicht. Auch die Softwarewartung entfällt. Einzige Voraussetzungen sind eine stabile Internetanbindung und das Vorhandensein von Endgeräten mit einem aktuellen Browser.

Die Schul-Cloud berücksichtigt seit Projektbeginn die strengen Datenschutzregelungen der EU (DSGVO), an die die bundes- und landesrechtlichen Regelungen angepasst wurden . Der Quellcode aller Entwicklungen der Schul-Cloud steht als Open Source zur Nachnutzung zur Verfügung.

Bildungsministerin Britta Ernst testet im September 2019 die Schul-Cloud an der Sportschule in Potsdam
Bildungsministerin Britta Ernst INFORMIERT SICH im AUGUST 2019 an der Sportschule Potsdam über die NUTZUNG der Schul-Cloud

Wie ist die Schul-Cloud entstanden?

Die Schul-Cloud ist am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam entstanden und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Nach einer 5-monatigen Konzeptphase startete ab Mai 2017 eine Pilotphase an 27 Schulen aus dem nationalen Excellence-Schulnetzwerk MINT-EC. Im Mai 2018 begann die Roll-Out-Phase, in der die Nutzung der HPI Schul-Cloud stufenweise auf alle 325 Schulen des MINT-EC Schulnetzwerks ausgeweitet wird.

Neben der bundesweiten MINT-EC-Lösung werden auch Landeslösungen erprobt. Aktuell gibt es außer in Brandenburg auch in Niedersachsen (Niedersächsische Bildungscloud) und Thüringen (Thüringer Schulcoud) Pilotprojekte.

Die Schul-Cloud wird kontinuierlich von VertreternInnen der Ministerien, Schulen und Branchenverbänden sowie der Arbeitskreise „Technik“ und „Datenschutz und Schule“ der Landesdatenschutzbeauftragten begleitet.

Was ist “Cloud”?

Beim klassischen Computing ist der Zugang zu Anwendungen und Daten durch die physikalischen Eigenschaften des Computers limitiert (Prozessor, Festplatte und Nutzung genau des einen Computers).

Klassisches Computing

Beim Cloud-Computing ist der Zugang zu Anwendungen und Daten mit jedem Endgerät mit Internetzugang, unabhängig von Ort und Zeit möglich. Wenn weitere Anwendungen, mehr Speicher oder Rechengeschwindigkeit benötigt werden, werden diese über die „Cloud“ bereitgestellt.

Vernetztes Computing (= Cloud)

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